Warum sind die Herbstfarben so bunt und schön?

Warum sind die Papageien so farbenprächtig und farbenfroh? In unserer Netzhaut finden sich neben den besonders sensitiven Stäbchen für das Dämmerungssehen meist mehrere Typen von Zapfen-Sehzellen für die Farbinformation. Viele Vögel sind Tetrachromaten: Ihre vier Zapfentypen können Licht noch bis weit in den für uns unImagesichtbaren UV-Bereich wahrnehmen.

Der Mensch hat normalerweise drei verschiedene Zapfentypen (blau,rot und grün), die zusammen die Wellenlänge von 400 bis 750 Nanometern abdecken können. Ihre spezifische Empfindlichkeit verdanken die Zapfen ihrem jeweiligen Sehfarbstoff. Zum Beispiel erst die Integration dieser Signale erlaubt im Gehirn später, den Farbeindruck „blaugrün“ entstehen zu lassen.

Es gibt aber eine Ausnahme: bei menschlichen Tetrachromaten – diese besitzen zusätzlich auf der Netzhaut noch eine vierte Art von Farbrezeptor, der im gelben Spektrum des Lichts empfindlich ist.

Ein vierter Farbrezeptor vergrößert das wahrgenommene Farbspektrum, sofern diese Farbwahrnehmung auch vom Gehirn verarbeitet wird. Rund eine Million Farbtöne lassen sich so unterscheiden, eine Zahl, die bei Tetrachromaten nochmals um Hundert erhöht sein könnte. Allerdings kommen die meisten Säugetiere mit einem dichromaten Fabrsehsystem aus. Wale und Robben, vermutlich besitzen kein Farbsehen, weil ihr Lebensraum ohnehin weitgehend monochrom blau ist.

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