Kontaktlinsen und Allergie

Leiden Sie jedes Jahr um diese Zeit an Allergie? Wenn ja, lesen Sie weiter! Der Pollenflug ist jedoch kein Flug , bei dem Flugmailen gesammelt  werden können oder wie schon Herr Harald Schmidt meinte: „Jetzt fliegen wieder die Pollen. Und ich bin so allergisch, ich habe jetzt vier Studenten engagiert, die gehen vor mir her und atmen die ganzen Pollen weg.“ 🙂 Leicht gesagt, aber bei uns, Kontaktlinsenträger kann es zur „Riesenpapillenkonjunktivitis“  kommen als Reaktion auf Allergene auf der Linse und die mechanische Irritation durch die Linse. Bei Pollenallergikern reagiert das Immunsystem überempfindlich auf an sich harmlose Blütenpollen, die Bindehaut des Auges reagiert sofort mit einer Abwehr: sie setzt Histamin frei, der innerhalb von wenigen Minuten Augenjucken, Niesreiz und Augenentzündung auslöst. Ich würde daher raten, während der Allergiezeit auf Kontaktlinsen zu verzichten. Wir beraten Sie auch gerne welche Augentropfen für Ihre Augen die richtigen sind. Es müssen nicht gleich kortisonhaltige Mittel sein! Trotz der Allergie wünsche ich Ihnen einen schönen, sonnigen Frühling!

Poniklec

Frühlings Kuhschelle (das Bild hab ich bei einer Wanderung in den slowakischen Bergen – Súľov Felsen aufgenommen)

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5 Fakten zum Glaukom

Glaukom - Eine Randblutung als Hinweis auf Glaukom

Glaukom – Eine Randblutung am Sehnervkopf als Hinweis auf Glaukom

Es ist eigentlich eine Schande, dass der Medizinische Dienst (MDS) die Glaukomvorsorge diskreditiert und als tendenziell negativ bewertet. Wie die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft betont , dass es bereits „evidenz-basiert“ belegt wurde, dass

1.) Durch gezielte Untersuchung beim Augenarzt kann vorher nicht bekanntes Glaukom erkannt werden.

2.) Die therapeutische Senkung des Augeninnendrucks kann das Fortschreiten der Glaukomerkrankung aufhalten und deshalb das Sehvermögen retten.Jeder Mensch ab 40 Jahren ist potentiell gefährdet. In Deutschland werden ca.15% aller Erblindungen aufs Glaukom zurückgeführt.

3.) Ein normaler Augeninnendruck liegt zwischen 10 und 21 mm Hg. Wie hoch ist Ihr Wert?

4.) Glaukompatienten leiden häufig unter Störungen der Durchblutung. Sie neigen zu kalten Händen oder Füßen und Tinnitus.

5.) Im Anfangsstadium kann zu einer schleichenden Sehverschlechterung kommen, ohne dass der Patient Schmerzen oder andere Symptome bemerkt.

Deshalb sind Vorsorgeuntersuchungen so wichtig. Es ist keine Angstmacherei von uns Ärzten, sondern aus den o.g. Gründen ergibt sich schlüssig, dass die Früherkennung des geschädigten Sehnervs medizinisch sinvoll ist, weil u.a. die Sehnervenfasern keine Regenerationsfähigkeit besitzen. Wir bieten unseren Patienten keine Minimalvariante an ( Druckmessung und Augenhintergrund), sondern eine ergänzende OCT-Untersuchungverfahren , das die Sehnervstruktur und die Nervenfasern mit ausgezeichneter Reproduzierbarkeit dokumentiert und somit eine Verlaufskontrolle erlaubt und damit die Sicherheit der Entscheidung „glaukom oder nicht“ ganz erheblich erhöht.