Der künstliche Goetheblick

Es wird behauptet, dass J. W. Goethe wie auch Konrad Adenauer lange keine Brille tragen mussten, da beide  an sog. angeborene Anisometropie „gelitten haben“.  Diese Besonderheit beim Sehen ermöglicht dem einen Auge, Gegenstände in der Nähe und dem anderen, solche in der Ferne jeweils ohne Brille scharf sehen zu können.

Dieses Prinzip, auch Monovison genannt und  wird ab dem 40 LJ u. a. bei Kontaktlinsenträgern, bei LASIK oder in der Grauen Starchirurgie als eine der Korrektursmöglichkeiten vorgeschlagen. Ca. 25 % der Menschen kommen damit aber nicht zurecht. Nun hab ich mir gedacht, warum könnte ich es  mit Kontaktlinsen nicht ausprobieren: den ganzen Tag nur  eine Kontaktlinse  für die Ferne an dem nichtdominanten Auge tragen und das andere (dominante, in meinem Fall das rechte Auge ) für die Nähe benutzen

Das Prinzip des „Goethe Blicks“ erfordert die Mitarbeit des Gehirns, es muss ständig neu entscheiden, welches Auge den Sinneseindruck dominieren soll. Mein Gehirn hat nicht mitgemacht 😦

Ich hatte  u.a. das Gefühl, ich hab kein vollständiges stereoskopisches Sehen, also Monovision ist nicht für mich geeignet, bedeutet aber nicht, dass Sie es nicht ausprobieren können.

Vielleicht ist es in meinem Fall die unterschiedliche Baulänge der Augen und Brechwertdifferenzen der  Honhaut und der Augenlinse die eine wichtige Rolle dabei spielen.

P.S. Das Bild gehört eigentlich zu dem Artikel Sonnenschutz für unsere Augen: Hüte und Mützen bieten einen mittleren Augenschutz (Augen im Winter, November 2015)2photos

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