Welches Auge dominiert?

Als Augenarzt muss ich für manche Behandlungen  das dominantes Auge bestimmen. Es gibt mehrere Gründe, warum wir  Ihr dominantes Auge bestimmen möchten. Es ist nicht nur interessant zu wissen, sondern es ist auch bei Aktivitäten nützlich, bei denen Sie  nur ein Auge verwenden:  z.B. mit Handy fotografieren, scharfstellen oder  durch ein Teleskop/Mikroskop schauen , beim Bogenschiessen und vor allem bei Anpassung der multi oder bifokalen Kontaktlinsen für Best Ager ab dem 40 LJ.

Beeinträchtigungen der Sehkraft des dominanten Auges werden sehr viel deutlicher wahrgenommen als Beeinträchtigungen des nicht dominanten Auges.

Das dominante Auge zu kennen ist besonders für Leute wichtig, die Monovision oder multifokale Kontaktlinsen tragen. Bevor wir  solche Kontaktlinsen verschreiben, wird  Ihre  Augendominanz überprüft. Es gibt zwei Arten von Monovision-Linsen:

  • Monovision-Kontaktlinsen. Menschen, die Monovision-Kontaktlinsen tragen, haben eine Linse, die auf gute Fernsicht ausgerichtet ist, in ihrem dominanten Auge und eine Leselinse in ihrem nicht-dominanten Auge.
  • Modifizierte Monovision. Das bedeutet, dass man eine bifokale oder multifokale Linse im nicht dominanten Auge trägt und eine Linse für die Fernsicht im dominanten Auge.

Wenn zum Beispiel  dominantes Auge und dominante Hand auf verschiedenen Körperseiten liegen,  spricht man von Kreuzdominanz ( angeblich vorteilhaft bei einigen Sportarten). Bei etwa zwei Dritteln der Menschen dominiert das rechte Auge. Möglicherweise ist auch bei Migräne – Patienten das linke Auge häufiger dominant.

Man kann die Augendominaz auch einfach zu Hause testen.

Versuchen Sie einen einfachen Zeigetest. Zeigen Sie  mit Ihrem Finger und beiden Augen geöffnet auf einen entfernten Gegenstand. Schließen Sie ein Auge, dann wechselen Sie zum anderen und schließen es. Ihr Finger sollte sich scheinbar von dem Gegenstand fort zu bewegen, wenn ein Auge geschlossen ist. Wenn der Finger sich nicht zu bewegen scheint, ist das Auge, das Sie  geschlossen haben, Ihr nicht dominantes Auge.
Vorsicht: Die Augendominanz kann sich je nach Distanz ändern.

Ich hoffe, Sie hatten dieses Jahr viel Spaß beim Lesen meines Blogs. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche allen viel Gesundheit, Freude und Erfolg im Neuen Jahr 2017.

Ihr Augenarzt

P.S. Man sieht sich 🙂

.

Kontaktlinse vs. Brille oder warum ich nicht gelasert wurde ?

Seit einigen Wochen trage ich meine erste Gleitsichtbrille und bin begeistert. Wahrscheinlich durch die Tatsache, dass ich bereits  seit mehr als 3 Jahren Gleitsichtkontaktlinsen (multifokale Kontaktlinsen) trage, war die Eingewöhnungsphase für das Sehzentrum meines Gehirns recht kurz. Also nur Mut zur Gleitsichtbrille! Die Gleitsichtbrille ist dann eine hervorragende Ergänzung zu den Kontaktlinsen. Meine multifokale Kontaktlinsen bleiben jedoch bei mir das Hilfsmittel der 1. Wahl.

Oft werde ich gefragt, warum haben Sie sich nicht lasern lassen Herr Doktor?! 🙂 Nun gibt es eine medizinische und eine menschliche Antwort: meine Hornhaut ist zu dünn ( nur 482 μm auf beiden Augen). Laut Richtlinien für refraktive Chirurgie (Augenlaser: Lasik&Co) des Berufsverbandes darf u.a. die präoperative Hornhautdicke unter 480 μm (bei Anwendung eines Femtosekundenlasers) nicht sein. Die menschliche Anwort ist: als ich erfuhr, dass meine Hornahut zu dünn ist, bekam ich bissl Angst und wollte meine gute Sicht mit Kontaktlinsen nicht riskieren.

Falls Sie von dieser Entscheidung stehen: z. B. LASIK: ja?/nein? helfen wir Ihnen gerne. Wir vermessen Ihre Hornhaut ( Pachymetrie und Keratograph) untersuchen Ihre Augen, ob Sie für diesen chirurgischen Eingriff geeignet sind. Es gilt nämlich, dass nicht jeder Brillenträger gelasert werden kann.

Nichts geht einfacher als einen Termin via mail bei uns zu bekommen: info@augenkraft.com oder augenaerzteschoeneberg@gmail.com

Ich freue mich auf Ihre Mails.

Die erste Gleitsichtbrille

Ihr Augenarzt in Berlin

.